Von den Toten auferstanden – Linux auf einem MacBook 2.1

Durch Zufall bin ich recht günstig an ein MacBook älteren Semesters (2.1, Ende 2006) gekommen. Da die Hardware doch schon etwas betagt ist, laufen aktuelle Versionen von OS X nicht bzw mehr schlecht als recht. Und naja, an OS X bin ich eh nicht interessiert ;-).
Also sollte als Betriebssystem Linux ins Spiel kommen, komplett ohne Dualboot. Das am MacBook verbaute UEFI macht die Sache dabei nicht einfacher.
Es beginnt beim booten des Installationsmediums:
Meine, auf verschiedenste Weisen, erstellten USB-Sticks wurden nicht erkannt. Erst Installations DVDs/CDs wurden erkannt und von ihnen gestartet. Meine erste Distribution, welche ich testete, war Fedora 21 64 Bit. Das Problem kam später, als die Installation fertig und das System sich selbst neu startete. Weil die UEFI-Firmare des MacBook unter 32 Bit läuft, Fedora aber nur 64 Bit Varianten unterstützt, schlägt der Bootvorgang fehl. Die 32 Bit Version startete im Live-System ohne Probleme. Auch die Installation lief ohne Probleme durch. Allerdings hatte ich Anaconda die Festplatte automagisch partitionieren lassen. Dadurch wurde auch die EFI-Partition getötet, welche den Bootloader enthielt. Das Reslutat war ein System, welches nicht mehr booten wollte. Die Lösung war schließlich ein alternativer Bootloader, welcher das System nach OS-Installationen durchsucht und diese auch starten kann. Um rEFInd zu installieren, musste ich die Platte neu partitionieren (GPT, kein MBR) und eine ESP erstellen, auf welcher später der Bootloader landen sollte. Die Partition habe ich an den Anfang der Platte gesetzt (/dev/sda1), 500MB groß, FAT32 mit aktiviertem Boot-Flag. Dies kann man sehr gut mit einem Fedora Live-System erledigen. Auch die anschließende Installation des Bootloaders erfolgte aus dem System:
1. Mounten der ESP nach /boot/efi
2. Ausführen des Installationscripts aus uder rEFInd-Paket
3. Fertig
Wichtig bei der Installation von Linux-Distris ist jetzt, dass /dev/sda1 nicht als Boot-Partition genutzt wird, sondern eine eigene erstellt werden. Bei mir hat es so regelmäßig wieder das System zerschossen.
Danach habe ich mehrer Distributionen ausprobiert ob sie auf dem MacBook überhaupt laufen. Letztendlich bin ich bei Debian 7 hängen geblieben. Die Installation dauerte zwar vergeleichsweise lange, aber im Moment scheint es am stabilsten zu sein. Auch die Performance ist um einiges besser als ich erwartet hatte.