Von einer Festplatte auf eine SSD umziehen…

Von einer normalen Festplatte auf eine SSD umzuziehen – das hört sich erstmal simpel an. Der Plan war: Image erstellen der ursprünglichen HDDD, Image auf die SSD wiederherstellen.
Solange beide Platten gleichgroß sind mag das auch kein Problem darstellen. In meinem Fall war die SSD jedoch deutlich kleiner (256 GB) als die normale Festplatte (1 TB). Vom belegten Platz hätte die Kopieraktion auch ohne Probleme funktionieren können, jedoch monierte Clonezilla die Größe der Partitionen. Die Nutzdatenpartition war mit mehr als 900GB deutlich zu groß. Im Prinzip hätte hier eine einfache Verkleingerung gereicht, aber die sieht CloneZilla wohl nicht vor.
Der Workaround: Verkleinerung der Partition mit GParted, bis diese auf die SSD passt. Anschließend konnte Clonezilla ein Vollimage der Platte erstellen. Für die Wiederherstelllung auf die SSD habe ich dann statt “restoredisk” “restoreparts” gewählt, da man so die zu wiederherstellenden Partitionen auswählen kann. So umgeht man das Problem, dass CloneZilla meckert, die Zielplatte wäre zu klein um das Image der 1TB Platte zurückzuspielen.
Anschließend weigerte sich Fedora 19 zu starten: Der Bootvorgang stoppte bei Reached target basic system. Die Lösung war die Neuerstellung des initramfs mit dracut -f /boot/initramfs-3.10.10-200.fc19.x86_64.img.
Das nächste Problem war die SWAP-Partition. Aus irgendeinem Grund hatte sie eine neue UUID bekommen, wodurch die Patition nicht beim Start nicht eingebunden wurde. Die neue UUID muss dazu nur in der /etc/fstab geändert werden – und schon funktioniert auch das.
Als nächstes habe ich Verzeichnisse, welche oft beschrieben werden auf die normale Platte ausgelagert (Die normale Festplatte hat seinen neuen Platz an Stelle des DVD-Laufwerkes gefunden), um den Verschleis der SSD zu minimieren. Zum einen war das das komplette /home Verzeichnis (hier liegen fast nur Nutzdaten, welche ruhig auf einem langsameren Laufwerk liegen können) und zum anderen /tmp und /var. Damit das System die Verzeichnisse auch wiederfindet, müssen diese per Symlink zur neuen Position verlinkt werden. Wenn man /tmp verschoben hat, empfiehlt es sich die Initialisierung mit systemctl mask tmp.mount< zu deaktivieren. Ein weiterer Stolperstein sind die Symlinks unter /var. Hier sind einige Verzeichnisse untereinander verlinkt - diese Links sollte man hinterher auf Gültigkeit überprüfen.