Note to self: selbstsignierte Zertifikate mit OpenSSL

Selbstsignierte Zertifikate mit eigener CA über OpenSSL:

Erstellen des CA-Keys:
openssl genrsa -out ca.key 4096 
openssl req -new -x509 -days 1825 -key ca.key -out ca.crt 

Erstellen und signieren eines CSR:
openssl genrsa -out server.key 4096 
openssl req -new -key server.key -out server.csr 
openssl x509 -req -days 1824 -in server.csr -CA ca.crt -CAkey ca.key -set_serial 01 -out server.crt

Fedora 21, KDE-NetworkManager, OpenVPN, tun0

Unter Fedora 21 und KDE hat der Netzwerk-Manager die Eigenart die von einer OpenVPN-Verbindung erstellten tun0-Adapter aus seiner Netzwerkliste nicht zu löschen, wenn die Verbindung getrennt wird. Man kann sie zwar per Hand löschen, eine dauerhafte Lösung ist dies aber nicht.
Ein Script mit
#!/bin/bash
[[ ${1::3} == tun ]] && [[ $2 == down ]] && /usr/bin/nmcli connection delete $1
exit 0

unter /etc/NetworkManager/dispatcher.d/tun löst das Problem temporär bis das Verhalten korrigiert wird.

via https://bbs.archlinux.org/viewtopic.php?id=191044

Ich grabe einen Tunnel

Befindet man sich in unsicheren Netzwerken (öffentliche Netzwerke, z.B. an einer Uni, öffentliche WLANs…) so muss man ziemlich aufpassen, da man nie wirklich weiß, ob sich nicht doch jemand mit bösen Absichten im Netz befindet. So ein Man-in-the-middle Angriff mit ARP-Spoofing ist mit den richtigen Tools schnell und unbemerkt durchgeführt. So kann man den Traffic von allen Rechnern im Netz scannen und interessantes wie Passwörter herausfiltern. Selbst SSL-Verbindungen sind angreifbar. Zwar gibt es deutliche Anzeichen für Angriffe, wie z.B. gemeldete, fehlerhafte Zertifikate durch den Browser o.ä., allerdings werden diese von den meisten Nutzern blind abgenickt. Ein schwerer Fehler, denn dann ist auch die eigentlich sichere SSL-Verbindung gekapert und kann mitgelesen werden. Oder die SSL-Verbindung wird auf dem Weg zum Zielrechner einfach komplett entfernt, die Warnung wegen eines falschen Zertifikats entfällt. Nur wer aufmerksam ist wird vielleicht merken, dass er die eigentlich per SSL geschützte Seite über eine normale HTTP-Verbindung aufruft.
Ein relativ wirksames Mittel gegen solche Manipulationen ist die Tunnelung des Traffics zu einem vertrauenswürdigen Netz. Dies kann beispielsweise ein Server im Internet oder gar das eigene Heimnetzwerk sein. Doch wie bekommt man seine Daten sicher aus dem unsicheren Netz heraus? Dafür bietet sich ein VPN-Tunnel an, welcher Datenverbindungen verschlüsseln und auch umleiten kann. Im Prinzip kann man sich ein VPN wie ein eigenes, kleines sicheres Netzwerk vorstellen, welches über andere, unsichere, Netzwerke aufgespannt ist. Gut, die Konstellation heißt vielleicht nicht umsonst Virtual Private Network ;-) Mitglieder in diesem virtuellen Netzwerk können sich untereinander sehen, als würden sie sich in einem physikalischen Netzwerk befinden.
Um ein VPN als sicheren Tunnel gegen dubiose Netzwerke zu nutzen, muss zunächst ein Endpunkt (also da, über welche Internetverbindung man schließlich ins Internet gehen will, z.B. im Heimnetzwerk) mit VPN-Server verfügbar sein. Hierfür bietet sich OpenVPN an, da es relativ einfach zu konfigurieren ist (als beispielsweise IPSec) und eine hohe Sicherheit bietet (von einem PPTP-VPN sieht man besser ab).
Ist OpenVPN installiert geht es an die Konfiguration. Dazu stellt man im Ordner /etc/openvpn/ (Unter Linux, unter Windows sind die Pfade anders) eine Konfigurationsdatei server.conf o.ä..
Diese sieht wie folgt aus:

mode server #Starte OpenVPN als Server
tls-server
script-security 2
server 192.168.23.0 255.255.255.0 #Definiert VPN-Adressbereich
persist-key
persist-tun
user openvpn
group openvpn
push "route 192.168.23.0 255.255.255.0" #Setzt Route zum angegeben Netz am Client
route 192.168.23.0 255.255.255.0
push "redirect gateway def1" #Leitet Traffic zum Server
client-to-client #Clients im VPN-Netzwerk können sich untereinander sehen
float
dev tun
proto udp
port 1194
keepalive 10 300
dh /etc/openvpn/easy-rsa/keys/dh1024.pem 
ca /etc/openvpn/easy-rsa/keys/ca.crt #Pfade zu den TLS-Zertifikaten
cert /etc/openvpn/easy-rsa/keys/server.crt
key /etc/openvpn/easy-rsa/keys/server.key
verb 4

Als nächstes müssen Zertifikate erzeugt werden – wie das geht steht hier: http://wiki.openvpn.eu/index.php/Erzeugen_einer_PKI_mit_EasyRSA

Damit der Server den ankommenden Traffic auch weiterleiten kann, muss noch ein bisschen am System geschraubt werden. Zunächst muss über eine iptables-Regel die Weiterleitung aus dem VPN-Netz an das Standardinterface erlaubt werden:
iptables -t nat -A POSTROUTING -s 192.168.23.0/24 -o eth0 -j MASQUERADE
Als nächstes wird die Weiterleitung von Datenpaketen mit echo "1" > /proc/sys/net/ipv4/ip_forward aktiviert. Diese Einstellunen sind allerdings nicht persistent, bei einem Neustart werden die Einträge wieder zurückgesetzt. Damit ein Reboot überlebt wird, muss net.ipv4.ip_forward=1 in der Datei /etc/sysctl.conf gesetzt sein. Alternativ können die Befehle auch in bei Systemstart z.b. über rc.local aktiviert werden (das ist aber irgendwie nicht so schön ;-)).
Wann nach oben verlinkter Anleitung alle Zertifikate generiert wurden, können diese an den Clients eingerichtet werden. Unter Linux geht dies bequem über den Netzwerkmanager, wie es unter Windows aussieht, keine Ahnung – das habe ich noch nicht probiert ;-)
Unter Android kann die Verbindung auch genutzt werden.
Dazu ist eine Konfigurationsdatei erforderlich, bei mir sieht sie wie folgt aus:

remote $Adresse-zum-VPN-Server 1194
client 
dev tun
proto udp
resolv-retry infinite 
nobind 
persist-key 
persist-tun 
float 
tls-client
ca $Zertifikat-der-CA
cert $Zertifikat
key $Key
Screenshot_2013-07-14-10-22-17
OpenVPN für Android, Routing

Diese wird in “OpenVPN für Android” importiert. Unter “Routing” muss dann noch das Häkchen zur Weiterleitung des Traffics über die VPN-Verbindung gesetzt werden (siehe Screenshot links).
Ob der Tunnel funktioniert kann über Webseiten wie http://browserspy.dk/ip.php überprüft werden. Dazu besucht man die Webseite einmal mit aktivierten und einmal mit deaktiviertem VPN. Sind beide IPs unterschiedlich, so funktioniert der Tunnel und der Traffic wird darüber weitergeleitet. Angriffe von den darunter liegenden Netzwerken sind somit nicht mehr möglich. Als nettes Nebenfeature ist dort auch nur noch die VPN-Verbindung sichtbar, alles andere ist unsichtbar.

DD-WRT 19xxx+OpenVPN = Meeeeeeh!

Bis gestern lief DD-WRT auf dem Linksys E2000 noch auf Build 14929. Da diese schon etwas älter war (März 2011 oder so), ging es gestern ans Upgrade auf Version 19519.
Neuere DD-WRT Builds müssen nicht mehr speziell für den E2000 angepasst werden, die neuen -nv60k.bin Versionen funktionieren auch. Allerdings kann nicht einfach auf eine solche Version aktualisiert werden. Hier muss ein Umweg über eine E2000-Mini-Build gegangen werden. Erst dann lässt sich die Firmware auf nv60k flashen. Während frühere Big-Builds (die ich bis jetzt immer installiert hatte) noch gut mit dem E2000 zusammenspielten, sind jetzige Versionen wirklich “Big”, d.h. sie sind zu groß und passen nicht mehr in den Speicher des Routers (8MB) m(
Da für meine Zwecke die OpenVPN Version reicht (Alternativ funktioniert auch “Mega”) und diese klein genug ist, fiel meine Wahl auf diese (dd-wrt.v24-19519_NEWD-2_K2.6_openvpn-nv60k.bin). Nach der Installation musste nur noch die Konfiguration und Start-Scripte wiederhergestellt werden. Zuerst schien auch alles zu funktionieren, bis ich die OpenVPN Verbindung testete. Diese wollte gar nicht erst starten, sondern warf immer wieder Fehler wie “BIO read tls_read_plaintext error: error:1408F119:lib”. Nach kurzer Suche entpuppte sich dies als Bug in der Implementierung der TLS-Verschlüsselung, welcher schon seit einigen Versionen mitgeschleift wurde. Zum Glück gibt es einen Workaround, welcher OpenVPN wieder lauffähig macht. Dazu reichte es, die Verschlüsselungsmethode in der Konfigurationsdatei des Servers mit “tls-cipher DES-CBC3-SHA” festzulegen. Ein Übersicht, welche Algorithmen funktionieren und welche nicht, gibt es hier:
http://svn.dd-wrt.com:8000/ticket/2536#comment:27
Damit konnten auch die Androiden problemlos verbinden.